RadigZ

Radikalisierung im digitalen Zeitalter – Risiken, Verläufe und Strategien der Prävention

Dem Internet und insbesondere den sozialen Medien kommt im Zusammenhang mit Radikalisierungsprozessen eine bedeutsame Rolle zu. Akteure mit extremistischen Hintergrund verbreiten auf diesem Weg ihre Propaganda und versuchen, neue Anhänger zu rekrutieren. Dabei profitieren sie davon, dass das Internet die unkontrollierte, schnelle und kostengünstige Informationsvermittlung an eine Vielzahl von Personen erlaubt und auch über große räumliche Distanzen hinweg – in einem durch Anonymität geschützten Raum – Vernetzung, Interaktion und Kommunikation ermöglicht. Bedeutsam scheint in diesem Zusammenhang zudem, dass das Internet einen Raum darstellt, in dem sich extreme Ansichten „normalisieren“ können, weil Widerspruch und soziale Kontrolle durch externe Kontrollinstanzen tendenziell wegfallen.

Projektziele:

Das Forschungsprojekt „Radikalisierung im digitalen Zeitalter – Risiken, Verläufe und Strategien der Prävention (RadigZ)“ widmet sich den folgenden Schwerpunkten:

  • Ermittlung von Vulnerabilitätsfaktoren
  • Bestimmung des Ausmaßes der Gefährdung
  • Untersuchung von Szenarien der Radikalisierung und Deradikalisierung
  • Analyse der Wirkung von internetbasierter Propaganda
  • Bestandsaufnahme und kritische Analyse bereits bestehender Präventionsmaßnahmen
  • Erstellung systematischer Forschungsbilanzen über bereits bestehende Arbeiten zu Radikalisierung
  • Entwicklung von Präventionsmaßnahmen

RadigZ wird auf Basis des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit 2012 – 2017“ der Bundesregierung im Rahmen der Bekanntmachung  „Zivile Sicherheit – Aspekte und Maßnahmen der Terrorismusbekämpfung“ gefördert.

Projektlaufzeit:

15.02.2017 – 14.02.2020